22.07.2026 Praxis-Tipps
Praxis an schwierigen Tagen – wenn fünf Minuten genug sind
Manche Tage lassen wenig Raum. Der Kopf ist voll, der Körper müde und selbst fünf Minuten Sitzen wirken wie eine weitere Aufgabe. Dann entsteht leicht der Gedanke, die Praxis lohne sich heute nicht. Doch gelebte Praxis beginnt oft genau dort, wo wir mit den tatsächlichen Bedingungen arbeiten.
Die Fünf-Minuten-Praxis
- Erste Minute: Spüre Füße, Sitzfläche und Hände.
- Zweite Minute: Beobachte den natürlichen Atem, ohne ihn zu verändern.
- Dritte Minute: Nimm wahr, was unangenehm ist, und gib ihm einen einfachen Namen.
- Vierte Minute: Erinnere dich an etwas Unterstützendes – einen Menschen, eine Lehre oder einen Ort.
- Fünfte Minute: Formuliere eine kleine hilfreiche Absicht für den nächsten Schritt.
Beständigkeit ohne Härte
Disziplin bedeutet nicht, innere Zustände zu erzwingen. Sie kann auch heißen, immer wieder freundlich zurückzukehren. Wenn fünf Minuten heute möglich sind, dann sind fünf Minuten eine vollständige Praxis. Morgen darf sie anders aussehen.
Beende die Übung bewusst: Öffne den Blick, bewege Hände und Schultern und gehe erst dann zur nächsten Tätigkeit über.