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22.07.2026 Meditation

Der Geist wie ein weiter Himmel – Meditation in Offenheit

Gedanken verschwinden nicht, nur weil wir meditieren. Oft werden sie sogar deutlicher. Das Bild des weiten Himmels kann helfen, anders mit ihnen umzugehen: Der Himmel muss die Wolken nicht festhalten, bekämpfen oder ordnen. Sie erscheinen, verändern sich und ziehen weiter.

Die Übung

Nimm eine stabile, entspannte Sitzhaltung ein. Richte den Blick sanft vor dich oder schließe die Augen. Spüre zunächst drei natürliche Atemzüge. Weite dann deine Aufmerksamkeit: Nimm Geräusche, Körperempfindungen, Gefühle und Gedanken wahr, ohne einen einzelnen Eindruck zum Mittelpunkt zu machen.

Wenn du dich in einer Geschichte verlierst, erkenne freundlich: Denken. Stell dir den Gedanken als Wolke vor und kehre zur offenen Wahrnehmung zurück. Auch Unruhe oder Langeweile dürfen Teil dieses inneren Wetters sein.

Nicht leer, sondern gegenwärtig

Offenheit bedeutet nicht, einen vollkommen leeren Kopf herzustellen. Es geht darum, Erfahrungen weniger festzuhalten. Beginne mit fünf Minuten. Zum Abschluss spüre wieder den Körper und nimm dir vor, etwas von dieser Weite in die nächste Alltagssituation mitzunehmen.